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Newsletter Dezember 2006

jeu 07/12/2006 - 23:54

Zum Jahresende ..

sei es erlaubt einen bescheidenen Rückblick auf die vergangenen 12 Monate zu werfen und gleichzeitig die Pläne für das kommende Jahr zu unterbreiten.

Das Jahr 2006, welches heute zu Ende geht, hat einiges an Neuem für das Nationale Konservatorium für historische Fahrzeuge gebracht.

Wir können nicht ohne Stolz auf eine Erhöhung der Besucherzahl von rund 20% im Vergleich zum Jahr 2005 hinweisen. Das Automuseum in Diekirch, so wie es allgemein genannt wird, ist dem allgemeinen Trend nicht nachgegangen, so wie einige Museen und Ausstellungen, bei denen man nach einer stürmischen Anfangsphase, mit fallenden Besucherzahlen konfrontiert wurde. Obwohl die Tourismussaison eine Stagnation aufweist, konnte das CNVH, besonders im regenreichen Monat August, sich einer großen Besucherzahl erfreuen. Trotzdem müssen wir noch mehr in die Werbung stecken, nicht nur in Geld, sondern besonders in der Zusammenarbeit mit der Stadt Diekirch, und der gesamten Region. Das lokale Syndicat d‘Initiative, sowie der Geschäftsverband haben ihre Bereitschaft dazu schon mehrmals bestätigt. Auch der Zusammenschluss der Fremdenverkehrsvereine auf regionaler Ebene (ESIMSO), sowie das neu zu gründende regionale Tourismus Amt ORT (Office Régional de Tourisme—Ardennes) sind wertvolle Partner in punkto Werbung.

 

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Neu ist auch seit Anfang des Jahres, dass der ACL (Automobilclub Luxemburg) im CNVH ein regionales Büro eingerichtet hat, welches besonders für die Mitglieder aus dem Norden des Landes als Anlaufstelle dient.

Das Konzept des CNVH verlangt, dass es immer wieder Neues zu entdecken gibt. Durch vier thematische Ausstellungen und durch die Neubesetzung der 5 Zeitinseln der Automobilgeschichte, wurden immer wieder neue Besucherkreise angezogen. Die thematischen Ausstellungen zeigten eine möglichst große Bandbreite auf von historischen Traktoren über Motorräder, luftgekühlte Volkswagen, Feuerwehrfahrzeuge bis hin zu einem der ausgewählten Autos des vergangenen Jahrhunderts, dem FORD T (Tin Lizzie).

 

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Das CNVH ist ebenfalls dabei sich zu einem Treffpunkt der Oldtimer-Szene zu entwickeln. Immer häufiger wird auf unsern Konferenzsaal zurückgegriffen, da er genau das Ambiente hergibt welches Veranstalter dieser Sparte suchen.

Die enge und freundschaftliche Zusammenarbeit ist eigentlich das wichtigste Fundament worauf das Projekt des CNVH beruht. Diese Partnerschaft kommt ganz bestimmt zum Ausdruck im kommenden Jahr.

Durch die Annahme des Projektes «2007 Voitures Historiques» durch die Verantwortlichen von «2007 Luxemburg und Großregion, Kulturhauptstadt Europas» wird noch einmal der Wert des industriellen Kulturerbes dokumentiert.

 

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Das nun vorliegende Programm, welches Sie in dieser Newsletter finden, sieht eine ganze Reihe von Veranstaltungen vor, die Sie sich jetzt schon vormerken können.

Das vorgelegte Projekt «2007 Voitures Historiques» wird nur ein Erfolg wenn alle mitarbeiten. Dabei geht es vor allem um eine Koordinierung aller Treffen, Ausfahrten, Ausstellungen und Events welche von Vereinen der gesamten Oldtimerszene vorgesehen sind. Das Gelingen dieses Projektes ist eines der wichtigsten Ziele für 2007.

 

ASSOCIATION DES AMIS DES MUSEES AUTOMOBILES

Diese Gesellschaft wurde anlässlich der Retromobile 2005 gegründet. Das CNVH gehört zu den Gründungsmitgliedern. Im Augenblick vertritt der Verein über 70 Automobilmuseen in Frankreich, Deutschland, Belgien, Italien, England, Schweiz, Amerika und Luxemburg.

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Seit der Gründung der Vereinigung gibt sie eine Benutzerkarte zum Preis von 10 € heraus, mit welcher der Besitzer in jedes der angeschlossenen Museen freien Eintritt erhält in den Jahren 2005 und 2006.

Es haben aber nur sehr wenige Besucher von dieser Karte Gebrauch gemacht, obwohl mehrere Tausend davon im Umlauf sind. Das Ziel ist die Unterstützung der Automobilmuseen, denn in den letzten 20 Jahren haben über 40 davon allein in Frankreich dicht gemacht. Es handelte sich hauptsächlich um Museen in Privathand.
Durch das Schließen dieser Museen kann man die darin enthaltenen Kollektionen nicht mehr einsehen, schlimmer noch wurden wertvolle Exponate einfach verschachert, und zwar sehr oft außerhalb Europas.

Wenn also pro Jahr im Durchschnitt 2 Museen in Frankreich aufhören, kann man auf ganz Europa extrapolieren und nachrechnen welcher Verlust diese Zahlen darstellen.

Die seit zwei Jahren verkaufte Karte ist abgelaufen und kann ab jetzt nicht mehr benutzt werden.

Anstelle der Karte setzt die Vereinigung auf den Verkauf eines Museumsführers, in welchem man, für nur 1 (ein) Euro, alle Daten über die angeschlossenen Häuser einsehen kann. Dies ist besonders hilfreich beim Aussuchen der Museen und zum Konsultieren der ausgestellten Sammlungen, haben doch fast alle Museen eine gutgemacht Internetseite.

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Generalversammlung 2006 in Paris

Die nächste Generalversammlung findet in Paris am 17. März 2007, von 10 bis 13 Uhr statt. An diesem Wochenende eröffnet ebenfalls die RETROMOBILE ihre Tore.

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Durch gute Kontakte unter den Mitgliedern der Vereinigung war es möglich eine lehrreiche Ausstellung, über denTaylorismus und Henri Ford, nach Diekirch zu holen, welche man noch bis Ende Februar ansehen kann.

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Anlässlich der diesjährigen Generalversammlung der LOF wurde eine interessante Studie vorgestellt welche von der FEDERATION INTERNATIONALE DE VEHICULES ANCIENS (FIVA) in Auftrag geben wurde. Die Studie wurde in Zusammenarbeit mit 11 nationalen Dachverbänden aus Europa unternommen.

Durch Fragebögen an die Föderationen, wurden hauptsächlich die Daten gesammelt, welche auf der Ebene der Klubs vorrätig waren.

Dabei geht es darum aufzuzeichnen was der Unterhalt und das Fahren klassischer Fahrzeuge einbringen. Diejenigen welche glauben die „Oldtimerei“ sei eine „brotlose Kunst“, wurden eines Besseren belehrt..

Ökonomie:

- Aktivitäten im Bezug auf klassische Fahrzeuge stellen einen jährlichen Wert von mehr als 16 Billionen € dar.
- Exportgeschäfte belaufen sich auf etwa 3 Billionen €.

- Über 55.000 Menschen in Europa verdienen ihren Lebensunterhalt durch diesbezügliche Arbeiten. 
- 67% der Betriebe dieser Branche wurden vor mehr als 10 Jahren gegründet, was eine große Stabilität darstellt.

Anzahl und Nutzung der historischen Fahrzeuge:

- Über 70% der historischen Fahrzeuge fahren weniger als 1500 km pro Jahr. 
- Es gibt ungefähr 1,5 Millionen historischer Fahrzeuge welche angemeldet sind.

Kulturelle und soziale Aktivitäten:

- 29% der Fahrzeugbesitzer haben ein Haushaltseinkommen von weniger als 30.000 €. 
- In der Ausübung ihres Hobbys verbringen die Besitzer etwa 2,6 Millionen Übernachtungen außerhalb ihres Wohnsitzes. 
- 78% der historischen Fahrzeuge liegen in ihrem Wert unter 15.000 €. 
- Im Gesamten kann man mit 786.000 Liebhabern rechnen welche sich auf nicht weniger als 2000 Klubs verteilen.

 

EXPONATE im CNVH

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Wir sind dabei ..

Hier geht es nicht um den olympischen Grundsatz «Dabei sein ist alles», nein hier muss konkrete Arbeit getan werden. Die Initiative ist unserm Vizepräsidenten Ton Maathuis zu verdanken, denn es war seine Idee das anfangs angedeutete Projekt einzureichen.

Der Verwaltungsrat ist stolz den Mitgliedern und Freunden des CNVH hiermit einige Informationen zuzustellen, welche sie vielleicht schon durch andere Medien erhalten haben.

Das gesamte Programm des Kulturjahres finden Sie natürlich unter der Internetadresse: www.luxembourg2007.org

Sie finden das Programm für «2007 Véhicules Historiques» auch auf die CNVH Internetseite unter «Kalender»

Im großen Programm des Kulturjahres passt unser Projekt unter die Rubrik: «Kulturerbe». 
Darin steht zu lesen: «2007 wird Diekirch zum Mekka der Liebhaber historischer Fahrzeuge. Mit Ausstellungen, als Ziel oder Startpunkt von Sternfahrten und Rallyes, sowie einer Reihe begleitender Veranstaltungen. 
Oldtimer - das Wort ist der Inbegriff für mechanische Schönheiten und die «gute alte Zeit». Das Conservatoire National de Véhicules Historiques (CNVH), als erstes Museum für historische Fahrzeuge in Luxemburg, 2004 in Diekirch eröffnet, präsentiert 2007 die sehenswertesten Zeugen aus der Zeit des industriellen Kulturerbes. In Zusammenarbeit mit der LOF (Lëtzebuerger Oldtimer-Federatioun) werden außerdem Treffen, Clubveranstaltungen und Freundeskreise organisiert — eine Fülle von Gelegenheiten die Leidenschaft für historische Fahrzeuge mit Gleichgesinnten zu teilen. Über das ganze Jahr verwandeln sich die Straßen Luxemburgs und der Großregion in ein «rollendes Automobilmuseum» mit Zwischenhalt im Museum in Diekirch und Festveranstaltungen im Mai und im Juni.

Neben dieser Koordinationsaktion des CNVH wurde ein spezielles Programm für Schüler von 10 bis 15 Jahren erarbeitet. Dabei geht es um eine Einführung in die Technik über den Weg der physikalischen Gesetze. Das angebotene Programm steht in einem engen Zusammenhang zu den jeweiligen Schulprogrammen. Die Klassen müssen natürlich angemeldet sein und es wird gewünscht, dass die Lehrer im Voraus mit den Verantwortlichen Kontakt aufnehmen.

 

Jean-Pierre Dichter,
Präsident
„Conservatoire National de Véhicules Historiques"